Tiergestützte Intervention

Ich bin wöchentlich mit meinen Tieren (Meerschweinchen, Schildkröten und Ponys) in sozialen Einrichtungen tätig.

 

Wenn ich gefragt werde, was die tiergestützte Arbeit ausmacht, fällt es mir schwer in kurzen Worten die Vorteile zu benennen…

 

Tiere können in manchen Situationen Wunder bewirken. Sie gehen vorurteilsfrei auf die Menschen zu. Ihnen ist es gleichgültig, ob die Kinder und Jugendlichen zu Hause bei ihren Eltern oder in einer Heimeinrichtung leben. So fällt es häufig leichter Beziehungsaufbau zuzulassen.

 

Besonders wichtig ist den Klienten, neben der Fürsorge für ein Lebewesen, das Gefühl von Nähe. Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Zuwendung und Geborgenheit. Menschen haben ein viel größeres Distanzverhalten als Tiere.  Wo bekommen sie die Zuwendung und Liebe her, die besonders die Kinder für eine gesunde Entwicklung benötigen? Die Hürde ein Tier zu umarmen ist wesentlich geringer und erleichtert des Bedürfnis von Nähe nachzugehen.

 

Außerdem kann ein Tierkontakt ebenfalls

Steigerung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl,

Vermeidung von sozialer Isolation,

Rücksichtnahme,

Förderung von Empathie,

Anregen zur Kommunikation,  

schulen von Grob- und Feinmotorik,

Abbau von Ängsten,

Soziales Verhalten erkennen, reflektieren und positiv übernehmen,

wahrnehmen der Sinne,

Entspannung z.B. durch Körperwärme,

Erleben von Gefühlen wie Zuneigung, Vertrauen, Angenommen werden, Geborgenheit und getragen werden (beim Pferd),

Motivation zur Bewegung,

Optimierung von Krafteinsatz, Kraftdosierung, Kraftaufbau,

 

… und vieles mehr bewirken.

 

Eine knappe Antwort zu geben ist daher unmöglich.

Manche Wirkungen sieht man sofort, andere entwickeln sich in einem Prozess.